Ist deine Vagina zu eng für Sex und Tampons? Mögliche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Wann spricht man von einer zu engen Vagina?

Es gibt mehrere Anzeichen für eine zu enge Vagina, die jede Frau bei sich selbst bemerken kann. Die meisten Mädchen stellen das Problem mit Anfang der Pubertät fest, wenn sie versuchen ein Tampon in die Vaginalöffnung einzuführen. Dies ist entweder überhaupt nicht möglich oder das Einführen verursacht Schmerzen bei dem Mädchen. Ein anderes Anzeichen ist, wenn der Penis vom Mann beim Coitus nicht ohne Probleme oder Schmerzen in die Scheide eindringen kann. Mitunter kann dies aber auch schon beim Vorspiel festgestellt werden, wenn hierbei versucht wird, einen Finger in die Vagina einzuführen.

Jede Frau kann aber auch selbst für sich alleine und in Ruhe registrieren, ob sie unter einer engen Vagina leidet. Hierfür musst du nicht bis zum Vorspiel mit einem Mann warten, sondern kannst selbst versuchen, ob du deinen Finger ohne Probleme in deine Vaginalöffnung einführen kannst. Sollte dies der Fall sein, ist es ein deutliches Anzeichen für eine zu enge Vaginalöffnung.

Kann eine Vagina von Natur aus zu eng sein?

Grundsätzlich ist anzugeben, dass jede Vagina so dehnbar ist, dass hier ein Babykopf bei der Geburt ohne Probleme durchpasst. Dies bedeutet, dass deine Scheide nicht von Natur aus zu eng sein kann. Vielmehr hängt die Enge vor allem damit zusammen, dass dein Körper die Beckenbodenmuskulatur so stark anspannt, dass die Vaginalöffnung zu eng für einen Penis, Finger oder Tampon ausfällt. Dieser Umstand zeigt dir, dass das Leiden mit den richtigen Übungen behoben werden kann.

Woran liegt es, wenn die Scheide zu eng ist?

Wie schon benannt wurde, verkrampft sich deine Beckenbodenmuskulatur so, dass nichts in die Scheide eindringen kann. Diese Verkrampfung findet unbewusst statt und kann somit nicht von dir gesteuert werden. Sicherlich kommt dir dieses Problem bereits bekannt vor, wenn du schon andere Texte wie den Artikel zu Vaginismus hier auf unserer Seite gelesen hast. Genau darum handelt es sich nämlich, wenn die Vaginalöffnung zu eng ausfällt und du unter Schmerzen beim Sex oder Einführen von einem Tampon leidest. Ich möchte dir an dieser Stelle sagen, dass du nicht alleine bist, sondern viele Frauen leiden unter ähnlichen Beschwerden und haben es erfolgreich bekämpft, auch du kannst das schaffen!

Welche Ursachen können zu der Verkrampfung führen?

Es gibt unterschiedliche Gründe, welche zum unbewussten „Zumachen“ der Scheide führen kann. Hierbei vor allem zu nennen sind negative Gefühle, wie:

  • Angst
  • Verunsicherung
  • Ekel
  • Trauer

Hinzu kommen auch noch schlechte Erfahrungen, die dazu führen, dass dein Unterbewusstsein dafür sorgt, dass der Scheidenkrampf ausgelöst wird. Nachfolgend möchte ich dir die hauptsächlichen Ursachen vorstellen, die bei den meisten Frauen zur Verengung der Scheide führen:

Die Angst vor einer Schwangerschaft

Beim Geschlechtsverkehr, ohne die Absicht schwanger zu werden, geht es in erster Linie darum Spaß zu haben und die Liebe zu einer anderen Person auszudrücken. Viele Menschen wechseln aber den Wunsch nach einer körperlichen Vereinigung, direkt mit der Gefahr schwanger zu werden. Die verengte Scheide ist somit eine Art Schutzreflex vom Körper, um sich vor der Schwangerschaft zu schützen. Solltest du unter dieser Angst leiden, sollte es ohne Probleme möglich sein, einen Finger oder ein Tampon in deine Vagina einführen zu können. Erst beim Coitus mit einem Mann kommt es in diesem Fall zum Scheidenkrampf.

Wenn dies der Fall sein sollte, ist es erst einmal sinnvoll, wenn du dich über die ganzen Verhütungsmethoden informierst und entsprechend für dich und deinen Partner die richtige aussuchst. Auf diese Art kannst du nicht nur wirksam einer Schwangerschaft vorbeugen, sondern du bekommst auch ein sicheres Gefühl beim Geschlechtsverkehr.

Die Verkrampfung aufgrund von Schmerz

Es kann mehrere Gründe für Schmerzen in der Vagina geben, wie beispielsweise eine Infektion. In einem solchen Fall kommt es zu Schmerzen, wenn du etwas in die Scheidenöffnung einführen willst. Anschließend ist es vollkommen normal, dass sich die Muskeln durch die Qualen verkrampfen, was dann wiederum zu noch mehr Schmerz führt. Entsprechend verkrampfen sich die Muskeln irgendwann so fest, dass nichts mehr in deine Vaginalöffnung eindringen kann. Zu den besten Tipps in diesem Fall gehört, die Ursache für den Schmerz zu behandeln und sich Zeit mit dem Sex zu lassen. Der Besuch von einem Arzt ist in diesem Fall das Beste, da dieser schnell helfen kann.

Die Verunsicherung beim Geschlechtsverkehr

Viele junge Frauen, welche noch kein Sex hatten, sind vor dem ersten Mal natürlich entsprechend verunsichert und wissen nicht genau, was sie tun. Vor allem durch den Umstand, dass man seinen eigenen Körper noch nicht so gut kennt, kann es schnell zu einer großen Verunsicherung kommen, die zu Sorgen und Angst führt. Anschließend kann der Scheidenkrampf immer dann ausgelöst werden, wenn du beispielsweise versuchst, mit deinem Freund zu schlafen. Durch den Umstand, dass die Verkrampfung unbewusst ausgelöst wird, kann es durchaus sein, dass du große Lust auf Coitus hast, aber dein Körper dich einfach nicht lässt.

In einem solchen Fall macht es sinn, wenn du dich erst einmal selbst mit dir und deinem Geschlechtsorgan auseinandersetzt. Lasse dir Zeit und erforsche deinen Körper, bis du dich sicher beim Sex fühlst und bereit bist, einen Partner in dich aufzunehmen.

Die Auslösung durch schlechte Erfahrungen

Frauen die beispielsweise schlechte Erfahrung beim ersten Sex gemacht haben, bemerken immer wieder, dass sich ihre Scheide verkrampft, wenn es darum geht, mit einem Partner zu schlafen. Grund hierfür ist oft die Angst die schlechten Erfahrungen zu wiederholen. Wichtig in diesem Fall ist es, sich mit dem Erlebnis auseinanderzusetzen und dieses hinter sich zu lassen. Je nachdem um welche Erfahrung es sich handelt, kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe aufzusuchen. Mitunter reicht es aber auch schon aus, mit seinem Freund darüber zu reden.

Wie lässt sich das Problem behandeln?

Wie schon benannt wurde, handelt es sich bei Vaginismus um keine unheilbare Krankheit. Vielmehr hast du eine gute Heilungschance, wenn du dich an die Tipps und Behandlungsvorschläge aus diesem Artikel hier hältst. Somit sollte auf Dauer mit den richtigen Übungen eine deutliche Besserung erreicht werden können. Dies geht so weit, dass der Scheidenkrampf irgendwann überhaupt nicht mehr auftritt. Weiterhin sollte noch benannt werden, dass es viele unterschiedliche Behandlungsarten gibt, sodass du für dich auf jeden Fall immer die richtige finden kannst. Überstürze es einfach nicht und gibt dir selbst die nötige Zeit, um dich richtig zu behandeln.

Wie wirkt sich eine zu enge Vaginalöffnung auf die Partnerschaft aus?

Der Beischlaf in einer Beziehung stellt einen wichtigen Anker sowohl für Männer als auch für Frauen dar. Wenn man dabei mit seinem Partner intim wird, ist das etwas sehr Persönliches, was die Relation stärken kann. Entsprechend wichtig ist Geschlechtsverkehr für eine gesunde Partnerschaft. Entsprechend muss damit gerechnet werden, dass eine zu enge Scheidenöffnung dazu führen kann, dass Probleme in der Beziehung auftreten. Solltest du aber alleine oder auch zusammen mit deinem Partner das Problem schnell angehen, musst du dir hingegen keine Sorgen machen. Ein gemeinsames Training um die Vagina zu dehnen, kann einer Partnerschaft gut tun und schweißt euch beide sicherlich näher zusammen.

Wenn du hingegen dein Leiden vor deinen Partner verschweigst und somit immer wieder für unangenehme Situationen sorgst, kann es hingegen schnell mal zu einer Trennung oder einer Beziehungspause kommen. Somit kann ich dir nur raten, offen mit deinem Gegenüber über deine Probleme zu reden, sodass ihr gemeinsam eine Lösung finden könnt.

Du bist nicht alleine – Suche dir die richtige Hilfe

Hier auf der Seite wollen wir dir zeigen, dass Leiden wie Vaginismus auch alleine von dir bekämpft werden kann. Du musst nur den Willen dazu haben, etwas zu ändern. Dennoch kann es natürlich nicht schaden, Unterstützung an deiner Seite zu wissen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Ärzte, welche dir dabei helfen können, deine offenen Fragen zu klären. Der Kontakt zu den Experten hilft dir dabei oft bereits, mehr Sicherheit zu erlangen. Was ich aber noch mehr empfehlen kann, ist der Kontakt zu anderen Frauen, die unter dem gleichen Problem leiden wie du. Somit könnt ihr euch austauschen und du kannst leichter Fragen beantworten. Zu finden sind entsprechende Ansprechpartnerinnen über folgende Anlaufstellen:

  • Facebook
  • Twitter
  • Foren
  • Frauenportale
  • Medizinportale

Schnell solltest du hier Anschluss zu einer passenden Community finden können, die dir am meisten zusagt. Der Vorteil der Kontaktaufnahme über das Internet ist, dass du hier anonymer bleibst und somit meist freier über deine Probleme reden kannst. Letztlich kann es sich mitunter auch noch lohnen, wenn du mit deiner besten Freundin über die Beschwerden redest. Ihr kennt euch sicherlich gut und es kann helfen, jemanden im direkten Umfeld zu haben, welcher einem den Rücken stärkt, wenn du aktuell keinen festen Freund haben solltest.

Fazit – eine zu enge Vaginalöffnung bedeutet nicht gleich das Aus für dein Sexleben!

Was ich dir immer wieder mit auf den Weg geben kann, ist vor allem, dass du dich nicht verunsichern lassen solltest, wenn du bei dir selbst eine zu enge Scheidenöffnung feststellst. Mit der richtigen Behandlung, welche du auch selbst durchführen kannst, ist es schnell und einfach möglich, dieses Leiden in den Griff zu bekommen. Halte dich einfach an die Selbsthilfe für Vaginismus und verliere auf keinen Fall eine positive Einstellung. Du wirst sehen, es dauert nicht lange und du kannst unbekümmerten Spaß mit deinem Partner oder deiner Partnerin im Bett haben.

Andere Websites zum Thema:

  1. https://www.jetzt.de/sex/untenrum-kolumne-ueber-das-maerchen-von-der-ausgeleierten-vagina
  2. https://www.bento.de/gefuehle/sex-veraendert-zu-viel-geschlechtsverkehr-oder-ein-zu-grosser-penis-die-vagina-a-00000000-0003-0001-0000-000001578788
  3. https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/orgasmusprobleme-zu-weite-scheide-kleiner-penis-welche-hilfen-moeglich-sind_id_8327392.html